Mensch oder Maschine?

Zielgruppenorientiertes Texten in der digitalen Welt

Die Präsentation von Unternehmen im Web ist in Zeiten des Online-Shoppings und der digitalen Informationsbeschaffung immer wichtiger geworden. Dabei ist Suchmaschinenmarketing, kurz SEM, eines der angesagtesten Buzzwords und soll Unternehmenswebseiten unter bestimmten Keywords besser positionieren. Stundenlang wird an den Inhalten getüftelt, um die Relevanz für Suchmaschinen zu definierten Themenfeldern zu erhöhen. Entscheidend ist, dass dabei nicht auf den Kunden als eigentliche Zielgruppe vergessen werden soll. Wir haben fünf Content Marketing Tipps zusammengetragen, die helfen, Firmeninhalte nicht nur für Google, sondern auch für Abnehmer faszinierend zu gestalten.

#1 Wer ist der Kunde?
Informationen sollten an den Wissensstand der Leser angepasst sein. Mit technischen Details gefüllte Bedienungsanleitungen mögen das Herz eines Installateurs schneller schlagen lassen, jedoch wird ein Hobbyheimwerker möglicherweise an diesen Fachbegriffen verzweifeln. Die Sprache, die Notwendigkeit zur Erläuterung von Fremdwörtern oder die Auswahl der Beispiele zur Erzeugung von Emotionen sollten an die zukünftigen Leser angepasst werden. Begriffe, die bei Suchmaschinen im Trend liegen, könnten an der Zielgruppe spurlos vorbeigehen, weil sie schlichtweg nicht verstanden werden. Am Ende ist es wichtig, dass die Webseite nicht nur top-gelistet ist, sondern auch besucht und gelesen wird.

#2 Mit der Headline hoch hinaus
Gerade wenn es darum geht, Kunden zum Weiterlesen zu animieren, sind spannende Headlines ein Muss. Die ausgewählten Phrasen sollten dem Kunden vermitteln, dass für ihn wichtige Inhalte folgen. Der Verfasser muss daher einen Spagat zwischen Nutzenversprechen, Richtig- und Einzigartigkeit schlagen. Ist die Überschrift zu unspezifisch, erkennt der Leser die Relevanz nicht; ist sie zu lange, wird der Text als langweilig wahrgenommen. Man sollte die Kernbotschaft spannend auf den Punkt bringen.

#3 Bühne frei!
Starke Headlines und Inhalte brauchen ein ansprechendes Medium, um zu wirken. Eine innovative Technologie wird in einem verlinkten PDF-Dokument weniger imponieren, als in integrierten Videos oder Flashanimationen. Als guter Leitsatz gilt: Form follows Content, denn nicht jede neuartige Präsentationsform passt zu jedem Inhalt. Eine erfolgreiche Präsentation ist spannend, unterhaltsam, hinterlässt einen Eindruck und wird an den Kunden und das Umfeld angepasst.

#4 Call to Action
Wenn ein Unternehmen spannende Inhalte mit passenden Mitteln kommuniziert und in Kunden Interesse weckt, müssen diese die Möglichkeit haben, Kontakt aufzunehmen. Bestenfalls an dem Ort und zu dem Zeitpunkt, in dem das Handlungsbedürfnis entsteht. Dies kann beispielsweise in Form eines Live-Chats, aber auch durch einen Newsletter angeboten werden. Derartige Kontaktmöglichkeiten werden funktionieren, wenn der Leser das Gefühl hat, wichtige Inhalte ohne diese Verbindung zu verpassen. Ein Newsletter sollte daher nicht primär als Verkaufsplattform dienen, sondern Kunden relevante und nützliche Informationen liefern.

#5 What sells?
Plumpe Produktlobpreisungen waren gestern! Richtig angewendetes Content Marketing sollte Umsätze auf eine elegantere Art steigern. Eine passende Verkaufsstruktur kann anhand von einigen Fragen geprüft werden. Werden dem Kunden unterschiedliche Bindungslevels angeboten? Unterstützen Statistiken oder Experten die Inhalte? Wird ein Knappheitsempfinden geschaffen? Kritisches Hinterfragen kann helfen, das Produkt besser zu präsentieren und die Performance subtiler zu optimieren.

Fazit
Auch wenn Suchmaschinenmarketing ein wichtiges Werkzeug ist, die Käufer von Produkten sind immer noch Leser mit menschlichen Überlegungen und Verhaltensmustern. Diese Wesenszüge sollten in der gesamten Unternehmenskommunikation kundenspezifisch berücksichtigt werden. Jegliche Maßnahme – das Verfassen von treffenden Überschriften, die Wahl des passenden Präsentationsstils bis hin zum Schaffen eines Handlungsbedürfnisses – wird idealerweise von Menschen für Menschen konzipiert.

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